Foto: Collegium musicum 03/26
Foto: Collegium musicum 03/26

Das Collegium musicum Schwerin wurde 1931 vom damaligen Schweriner Generalmusikdirektor Werner Ladwig als Laienorchester gegründet und ist somit in Mecklenburg das älteste Liebhaberorchester. Seit dieser Zeit bestand immer ein enge Verbindung und rege Kooperation sowohl zum Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin als auch zur Schweriner Philharmonie.

Die Mitglieder - ausschließlich Streicher - sind als Ingenieure, Ärzte, Sozialarbeiter, Lehrer u.s.w. tätig, einige schon im Ruhestand, andere stehen erst am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn. Alle vereint die Begeisterung für das gemeinsame Musizieren in ihrer Freizeit.
Die Chronik des Orchesters zählt über 500 Werke von rund 200 Komponisten. Darunter sind auch Uraufführungen, vor allem aber unzählige Werke aus den Beständen der Mecklenburgischen Landesbibliothek. Oft wurden sie von Adalbert Strehlow aus Original-Handschriften erstellt und nach 200 - 250 Jahren zum ersten Mal wieder in Schwerin gespielt.

 

Ab 2026 leitet Volker Reinhold, Konzertmeister der Mecklenburgischen Staatskapelle, das Orchester.

Foto: Collegium musicum Schwerin 03/26
Foto: Collegium musicum Schwerin 03/26

Fundstücke aus unserem Archiv

2025, Brief der Komponistin Barbara Heller an das Collegium musicum Schwerin

2024, Mitteilungen des Kurt-Schwaen-Archivs, Ausgabe Dezember 2024


November 2024, SCHWERIN live

Collegium musicum Schwerin
Foto: Matthias Westphal 06/24

2024, Festschrift 100 Jahre BDLO

2024, Verabschiedung Adalbert Strehlow

Foto: Carola Reinhold
Foto: Carola Reinhold

 

 


Am 16.03.2024 erfolgte beim Konzert in der Versöhnungskirche in Schwerin-Lankow die symbolische Übergabe des Dirigentenstabes.
Nach 65 Jahren als künstlerischer Leiter übergab Adalbert Strehlow diesen an seinen Nachfolger Christian Münch-Cordelllier.


2018, Gemeinschaftskonzert mit Kammerorchester Scheersberg

2016, 85 Jahre Collegium musicum Schwerin

Foto: Collegium musicum Schwerin
Foto: Collegium musicum Schwerin

1991, 60 Jahre Collegium musicum Schwerin 

1981, 50 Jahre Collegium musicum Schwerin

1971, 40 Jahre Collegium musicum Schwerin

1960, Erstes Museumskonzert in Schwerin

1945, Neubeginn nach kriegsbedingter Pause

Älteste erhaltene Programmzettel

1937 

1934, April Kondolenzbrief des Orchestervorstandes an Ladwigs Witwe

Schwerin/M., den 17. April 1934.

 

Sehr geehrte gnädige Frau!

 

Das "Collegium Musicum" zu Schwerin, das nach längerer Pause seine Proben jetzt wieder aufnahm, gedachte bei seiner ersten Zusammenkunft mit tiefer Bewegung des so unerwarteten Hinscheidens seines Gründers und ersten Dirigenten, Herrn Generalmusikdirektors Werner Ladwig. In seinem Streben, die Kunst zum Allgemeingut der Gesamtheit zu machen, suchte er auch die dilettantischen Kräfte der Stadt zusammenzufassen und schuf damit das "Collegium Musicum". Unter seiner wahrhaft genialen Stabführung wurde das Collegium von ihm in erstaunlich kurzer Zeit zu einem einheitlichen Klangkörper zusammengeschweißt und durfte, leider nur ein einziges Mal, Proben seines Könnens in der Domkirche vor einem zahlreichen Publikum ablegen. Wir, die wir unter ihm musizieren durften und alle von dem Feuer erfasst wurden, das von seiner Persönlichkeit ausging, werden niemals jene Stunden vergessen, die für uns immer wieder zu einem tiefen Erlebnis wurden. Das Collegium musicum Schwerin wird darum seinem Gründer und ersten Dirigenten in Ehrfurcht vor seinem genialen Können und aus aufrichtigster Dankbarkeit stets ein ehrendes Andenken bewahren. Ihnen, hochverehrte gnädige Frau srechen [sic] alle Mitglieder des Collegiums ihr tief empfundenes Beileid aus zu dem unendlich schweren Verlust, der Sie betroffen hat. Wir alle wünschen von Herzen, daß Ihnen Gott der Herr Trost und Kraft geben möge, dieses schwere Leid zu tragen.

 

Die Mitglieder des Schweriner Collegium musicums.

Vorsitzender.

Musikalischer Leiter.


1931, Erstes Konzert Collegium musicum 

Mecklenburgische Zeitung vom 31.12.1931, Quelle: Stadtarchiv Schwerin
Mecklenburgische Zeitung vom 31.12.1931, Quelle: Stadtarchiv Schwerin
Quelle: Stadtarchiv Schwerin
Quelle: Stadtarchiv Schwerin